Lia van Elffenbrinck

Wie die Malerei in mein Leben kam

Eigentlich bin ich Logopädin. Nach meinem Studium habe ich als Logopädin in Amsterdam und Almere an Schulen für schwer erziehbare Kinder gearbeitet. Danach bin ich mit Mann und Kindern nach Deutschland emigriert, wo ich 17 Jahre gewohnt und als Lehrlogopädin und Therapeutin gearbeitet habe. Jetzt wohne ich wieder in meinem Geburtsort Nieuw-Schoonebeek.

Wie die Kunst in mein Leben kam

Mein ganzes Leben lang habe ich bereits gemalt und gezeichnet. Ich dachte, das wäre etwas ganz Normales und jeder würde das machen. Echt angefangen mit dem Malen habe ich erst 2007, als es mir sehr schlecht ging. Da habe ich gemerkt, wie gut mir das Malen tat. Also ich malte so dann und wann vor mich hin. Ab und zu schenkte ich meinen Kindern ein Bild, aber ich zeigte nie jemandem, was ich tat. Erst 2015 erzählte mir eine Freundin, dass ich Künstlerin wäre und mehr mit meiner Kunst machen sollte. Das war für mich ein einschneidendes Ereignis. Ich fing an mich mehr zu akzeptieren und zog mit meiner Malerei in die Welt.

Ich habe nie eine Kunstschule besucht, aber ich habe als Kind sehr gut gelernt zu beobachten. Meine Eltern waren beide sehr kreativ. Meine Mutter war Schneiderin, meine schönen Anziehsachen nähte sie selber. Das habe ich mir abgeguckt, noch immer nähe ich mir meine Kleidung selber. Mein Vater war Architekt. Er brachte mir bei, Gebäude anzugucken und die Dächer, die Fenster, die Türen, die Steine und all die bunten Farben richtig zu sehen. Wenn ich mir Gebäude anguckte, war es manchmal, als ob einige Gebäude lachten, manche guckten verärgert. Es war als ob sie lebten. Auf diese Weise wurden meine Augen das wichtigste Werkzeug beim Malen. Ich denke, dass meine beiden Eltern eine große Rolle in meinem Gespür für Schönheit und Farbe gespielt haben.

Ich habe also nie einen Malkurs oder Zeichenkurs belegt und bin Autodidaktin. Ich habe mir aber viele Künstler angeschaut, indem ich immer wieder sehr genau geguckt habe. Ich habe versucht sie zu imitieren, um herauszufinden, ob diese Arbeitsweise zu mir passt. Inzwischen bin ich so weit, dass ich selber einige Richtungen, die zu meinem Stil passen, gefunden habe. Ich schreibe bewusst “einige Richtungen”, denn ich möchte mich nicht auf eine Sorte Farbe oder einen Stil beschränken. Auf den folgenden Seiten finden Sie mehr über meine Arbeitsweise: het schilderproces  (Niederländisch), oder The Painting Process (Englisch). Manchmal möchte ich abstrakt arbeiten, aber manchmal muss es konkret sein und manchmal eine Kombination aus beidem. Ich benutze Acrylfarbe, Ölfarbe, Gouache oder Pastellkreide. Ich möchte mich nicht für eine Sorte entscheiden, daher benutze ich sie abwechselnd, je nach Lust und Laune.

Ich organisiere Workshops, wo ich mit viel Spaß mein Können und meine Kenntnisse an andere weitergebe. Weiterhin male ich Gemälde in Auftrag (Englisch) und mache Wandmalerei,  gebe ich Farbberatung nicht nur bei der Inneneinrichtung einer Wohnung oder eines Betriebs, sondern auch bei Theaterveranstaltungen oder bei Dekoration von Feierlichkeiten oder anderen Projekten, wie zum Beispiel: The Colorfield Performance im Jahr 2018 in Sloten (Friesland).